Physik für Schülerinnen

„Physik lernen heißt denken lernen.“

- Dr. Thomas Kaiser

 

Oktoberferien – endlich eine kleine Verschnaufpause von der Schule. Manche verreisten in den zwei Wochen, andere blieben einfach zu Hause und schliefen den ganzen Tag.

Doch wir? Wir waren in Jena an der Universität. Richtig gehört! Ganze vier Tage unserer kostbaren Ferien haben wir dafür geopfert, an dem „Physik für Schülerinnen“ Projekt an der Friedrich-Schiller-Universität teilzunehmen. Mädchen, jetzt aufgepasst! Wenn ihr euch für Physik interessiert und in den Oktoberferien nichts vorhabt, verbringt eure Zeit doch lieber in Jena, anstatt nur zu Hause zu sitzen. (Es tut auch gar nicht weh.)

Warum ihreuch das überhaupt antun solltet? Warum wiruns das angetan haben? Nun, der offensichtlichste Grund: Interesse an der Physik. Aber wir können euch versichern, dass es noch viel mehr Gründe gibt, an diesem Projekt teilzunehmen: zum einen lernt ihr neue Leute kennen, könnt eine neue Stadt erkunden und lernt dabei sogar etwas fürs Leben! Jene von euch, die die Physik lieben, werden garantiert nicht enttäuscht sein. 

In den vier Tagen haben wir so viel erlebt und unglaublich viele Eindrücke gewonnen; Freundschaften geschlossen und unsere Freiheiten ausgelebt. Denn anders als bei einer Klassenfahrt gab es keine Betreuer, die uns hin- und herschickten, keine Ausgangssperre und kein Pflichtprogramm. Natürlich hieß das, dass wir während unserem Aufenthalt selbstständig sein mussten – selbst aufstehen, den Weg zur Uni finden, selbst zurück zur Unterkunft gelangen und selbst ausmachen, wann Schlafenszeit ist. 

Es gab mehrere Projektgruppen – von Polarisation über Quantenteilchen zum Mikroskopieren. Unser Projekt beschäftigte sich mit den Sternen am Beispiel der Sonne. Unser Projektleiter war sehr sympathisch und es hat wirklich Spaß gemacht, ihm zuzuhören. Anders als in der Schule, hatten wir keine festgeschriebenen Pausen, sondern legten einfach eine fest, wenn wir hungrig wurden. Selbst da stand unser Projektleiter uns noch für Fragen zur Verfügung. Die Lernatmosphäre war um einiges entspannter als in der Schule, doch gab es auch viel zu entdecken. Am Ende unseres Aufenthalts wurden alle Projekte vorgestellt, was bei dem einen oder anderen Lampenfieber auslöste. Aber keine Sorge, es ist immer jemand für euch da, wenn ihr doch noch Rückfragen haben solltet – so stehen auch wir gerne zur Verfügung!

Am spektakulärsten war für uns die Nacht auf der Sternwarte. Durch ein großes Teleskop haben wir den Mars und den Saturn beobachtet. Die Ringe des Saturns in echt zu sehen, und nicht nur auf Fotos, war wirklich beeindruckend!

Vor allem denen, die sich wirklich für die Physik interessieren, legen wir diese kleine Reise ans Herz. Ob ihr nun später wirklich Physik studieren wollt, oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Jede Erfahrung trägt zu eurem Leben bei und diese ist eine, die ihr niemals vergessen werdet.

Wir hoffen, dass wir eure Zweifel beseitigen konnten und ihr euch auch dafür entscheidet, an dem Projekt teilzunehmen – ihr werdet es nicht bereuen!

Eure Lisa Schmidt und Anh Duong (11a)

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