Vom Druckhaus in unsere Briefkästen

Die Klasse 8c des Gymnasiums Südstadt besucht die Mitteldeutsche Zeitung und erfährt mehr über die Geschichte und wie bei ihnen zu Hause eine gefertigte Zeitung ankommt.

Von Maria Kiourtzidi und Katja Wagenknecht

Halle/Südgym- Jeden Morgen um 5:00 Uhr pünktlich die Zeitung zu bekommen - das ist normal für die meisten Deutschen. Doch während wir nachts ungestört schlafen und uns von dem anstrengenden Tag erholen, arbeiten die Druckmaschinen im Druckhaus der Mitteldeutschen Zeitung auf Hochtouren. 

Im Rahmen des Medienprojektes KLASSE 2.0 der Mitteldeutschen Zeitung erkundete die Klasse 8c des Gymnasiums Südstadt am 14. Dezember 2018 im Medienhaus der MZ in der Delitzscher Straße den Weg einer Zeitung von der journalistischen Arbeit bis zum Druck und zur Auslieferung. Dieser Teil war der krönende Abschluss eines dreiwöchigen Projektes, das mit dem Besuch des Redakteurs, Herrn Max Mühlens, begann und dem mühsamen Schreiben eigener Artikel endete. Nicht zu vergessen: die Schüler erhielten drei Wochen lang die Mitteldeutsche Zeitung zum Lesen und Arbeiten.

In einer „Theoriestunde“ wurde der Klasse die Geschichte der Mitteldeutschen Zeitung näher erläutert. Die erste Ausgabe hießFreiheitund erschien am 16. April 1946 sozusagen als Erstausgabe der MZ, die am 17. März 1990 in die uns heute bekannte Mitteldeutschen Zeitungumbenannt wurde. Die Schülerinnen und Schüler vertieften ihr Wissen außerdem darüber, dass sich die MZ neben der Printausgabe auch online präsentiert, z.B. auf Instagram, Facebook oder als App, sodass jeder die Beiträge auch im Computer, Tablet oder Smartphon lesen kann.

Danach erfolgte der praktische Teil des Tages. Zuerst wurde den Schülern im Redaktionssaal, einem Großraumbüro mit vielen Arbeitsplätzen, gezeigt, wie die Artikel, welche am Ende in unserer Zeitung zu lesen sind, entstehen. An den Schreibtischen sitzen an jeweils zwei Bildschirmen die Redakteure und das Team von TV Halle. In einem kleinen Nebenraum befindet sich das Studio des Fernsehsenders. Dort konnten sich die Schülerinnen und Schüler auf einem Bildschirm sehen, wie bei einer richtigen Nachrichtensendung.

Die Schülerinnen und Schüler bekamen anschließend eine Führung durch das Druckhaus. Dort sahen sie riesige Türme mit ein bis zwei Tonnen schweren Papierrollen. Da ein normaler Mensch diese schweren Rollen weder tragen noch wegrollen kann, werden Gabelstapler, die mit elektrischem Strom betrieben sind, eingesetzt. An einem Tag werden 20 bis 30 der circa 20 Kilometer langen Papierrollen verbraucht. Eine Etage höher konnten die Schüler die große und vor allem laute Druckmaschine bestaunen. Diese schneidet das Papier in das uns bekannte Format zurecht und bedruckt diese mit den Farben gelb, blau, rot und der Hauptfarbe schwarz. Diese Farben sind nicht die einzigen Farben, die wir bei uns zu Hause auf der Zeitung sehen. Um die Farbe grün zu erzeugen, druckt die Maschine gelb und blau nebeneinander, dadurch wird unser Gehirn getäuscht und wir sehen die Farbe grün. In einer anderen Halle wurde der Klasse gezeigt, wie die Zeitung gestapelt, mit Folie eingewickelt und anschließend auf Holzpaletten transportbereit verpackt wird. Danach tritt die Zeitung zunächst in großen Transportern, dann durch die Zeitungszusteller den Weg in die Haushalte an.

Der Nachmittag in der Redaktion und im Druckhaus der Mitteldeutschen Zeitung war sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die uns Lehrer ein informativer und spannender Part, da man die Herstellung einer Zeitung sonst nicht sieht.

 

Design FuTec GmbH 2010