Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Schultheater“ hören? Vielleicht an verklemmte Schüler, die viel zu leise sprechen, weil sie Angst davor haben, ihren Text zu vergessen? Vielleicht an eine Darbietung der „Räuber“, die weder Sie noch die Schauspieler selbst verstanden haben? Vielleicht aber auch an jemanden, der gut spielen oder gut singen konnte oder an eine Inszenierung, die Spaß gemacht hat? Vielleicht haben Sie auch selbst einmal Theater gespielt und erinnern sich an das Lampenfieber vor der Premiere?

Ihr Leben mit all den Wünschen, Enttäuschungen, Freuden, Frustrationen, Fragen und Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen, ihre Neugier und Kreativität bilden die Grundlage unserer Arbeit. Jeder Schüler bringt allwöchentlich das wertvollste, das er hat, mit zur Probe: sich selbst, und sich selbst bringt er auch ein – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daraus entstehen unsere Inszenierungen, Stücke von Jugendlichen für Jugendliche. Wir schaffen die Probenatmosphäre, sorgen dafür, dass aus Schülern verschiedener Klassen und Jahrgänge eine Gruppe wird, die ein gemeinsames Ziel hat, in der man sich gegenseitig wertschätzt, sich unterstützt und respektiert. Wir leiten die Schüler dazu an, etwas mit ihrem Körper zu verkörpern und mit ihrer Stimme zu bestimmen.

Als wir, Veit Riese und Mark Seidel, 2015 die Theater-AG am Gymnasium „Südstadt“ ins Leben riefen, war uns von Anfang an Eines völlig klar: Die hundertste Aufführung des „Sommernachtstraumes“ von Shakespeare sollte es nicht werden; auch nicht Schiller, Goethe oder ein Drama eines anderen klassischen Autoren. Das überlassen wir lieber den Profischauspielern und deren Regisseuren. In unserer Theater-AG sind die Schüler der Ausgangs- und Mittelpunkt zugleich.

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