Latein


„Latein ist tot, es lebe Latein!“

Nach diesem Motto gestalten wir am Gymnasium Südstadt einen lebendigen Lateinunterricht, der den Schülern den immer wieder neuen Kultur-, Bildungs- und Lebenswert der lateinischen Sprache aufzeigt.

Mit Beginn der 7. Klasse können die Schüler das Fach Latein, neben Französisch und Spanisch, als 2. Fremdsprache kennen- und schätzen lernen.

 Omne principium difficile! – Aller Anfang ist schwer.

Wir arbeiten zunächst mit dem Lehrbuch „Prima Nova“, das für einen dreijährigen Sprachunterricht vorgesehen ist. Die Schüler erwerben in der Lehrbuchphase durch spielerisch-kreative Übungen die grammatikalischen Grundkenntnisse. Sie festigen mit Hilfe von Sprachvergleichen sowie Übungen zum Fortwirken des Lateinischen aktiv und nachhaltig ihren Grundwortschatz. Darüber hinaus erhalten die Schüler in jeder Sequenz interessante Einblicke in einen Bereich des antiken Lebens. Beispielsweise erlangen sie im ersten Themenkomplex „Treffpunkte im alten Rom“ Kenntnisse über das Spektakel eines Wagenrennens im Circus Maximus oder das Badeerlebnis in einer römischen Therme. Neben den fachlichen werden mit Hilfe von kompetenzorientierten Aufgaben auch überfachliche Kompetenzen geschult.

Ne discere cessa. – Höre nicht auf zu lernen.

Auch im weiteren Verlauf zielt der Lateinunterricht am Gymnasium Südstadt auf die Vermittlung einer Vielfalt von Fach- und Kernkompetenzen ab. In den Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 wenden wir uns der Originallektüre zu. Durch Themen, welche die Lebenswelt der Schüler ansprechen, soll das Interesse an der Sprache und die Motivation der Schüler auch im fortgeschrittenen Lateinunterricht erhalten bleiben. So beginnen wir in der 10. Klasse mit Ovids ars amatoria, einem Lehrbuch über die Kunst der Liebe. Es enthält Flirttipps für junge Erwachsene, mit Hinweisen auf Orte und Plätze, an denen man erfolgreich „auf die Jagd“ gehen kann.

Finis coronat opus. – Das Ende krönt das Werk.

Auch im letzten Schuljahr werden die Lateinschüler der 12. Klasse mit aktuellen Themen wie Liebe, dem Umgang mit der Umwelt oder dem Tod konfrontiert. Denn wir widmen uns intensiv den Metamorphosen des Dichters Ovid. Es handelt sich dabei um Verwandlungsgeschichten. Mythische Gestalten wie Apoll und Daphne, Narcissus und Echo, Orpheus und Eurydike oder Dädalus und Ikarus beweisen die Aktualität der antiken Texte. Den Schülern wird daher aufgezeigt, dass „der Mensch“ vor rund 2000 Jahren mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, wie wir heute.

Labor omnia vincit.– Mühe besiegt alles.

Im Verlauf der 6-jährigen Lateinausbildung haben die Schüler am Gymnasium Südstadt die Möglichkeit das Latinum auf drei Niveaustufen zu erwerben (siehe Tabelle 1). Dieses wird auf dem Zeugnis bzw. Abiturzeugnis bescheinigt. Es gilt in einigen deutschen Universitäten als Studienvoraussetzungen für Studienfächer wie Philosophie, Geschichte, Archäologie oder für einige moderne Fremdsprachen (z.B. Französisch, Spanisch, Italienisch).

Tabelle 1: Übersicht Niveaustufen Latinum

Kleines Latinum

Latinum

Großes Latinum

 

  • Erwerb nach 4 Lernjahren
  • mindestens Note 4 im Jahreszeugnis der Klassenstufe 10

 

 

  • Erwerb nach 5 Lernjahren
  • mindestens 5 Punkte auf beiden Zeugnissen der Klassenstufe 11
 

 

  • Erwerb nach 6 Lernjahren
  • mindestens 5 Punkte auf beiden Zeugnissen der Klassenstufe 12
 

 

Non scholae, sed vitae discimus. – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Um den Schülern die Bedeutung der lateinischen Sprache in ihrer Lebenswelt vor Augen zu führen, verlegt das Südstadt Gymnasium den Lateinunterricht auch auf andere Lernorte. Beispielsweise entdecken die Schüler bei einem Rundgang durch die Hallensische Innenstadt lateinische Inschriften und übersetzen diese. Die 9. Klasse erkundet im Landesmuseum für Vorgeschichte den Raum „Die Erfindung der Germanen“, um das Aufeinanderprallen der römischen Kultur und der germanischen Welt zu untersuchen. Auch aktuelle Angebote der „Bühnen Halle“ werden durch Theaterbesuche in unseren Lateinunterricht einbezogen. 

 






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