Religionsunterricht am Südstadtgymnasium Halle

 

Wissen um Religion gehört zur Allgemeinbildung. Zu verstehen sind Literatur, Kunst und kulturelle Traditionen oft nur auf dem Hintergrund des Christentums. Religionsunterricht vermittelt aber nicht nur Sachinformationen, sondern bietet zugleich eine lebendige und glaubwürdige Begegnung mit dem christlichen Glauben. Dabei will er eine Verbindung zwischen religiösen, gesellschaftlichen und naturwissenschaftlichen Themen herstellen.
Religionsunterricht wird mit einer Vielfalt verschiedener Methoden und Zugänge durchgeführt, die Raum geben zur Auseinandersetzung und Reflexion.
Auch wenn es nicht darum gehen kann, die eine richtige Antwort zu finden, wird doch das eigene Weltbild in den Diskussionen erweitert und eine eigene Position gefunden.
Aber auch die anderen Religionen werden im Religionsunterricht in den Blick genommen. Die Lebens- und Glaubensformen anderer Kulturen sind faszinierend, das Wissen um sie stärkt die eigene Identität und fördert Toleranz.
Religionsunterricht ist ein ordentliches Lehrfach und ist auch für Kinder und Jugendliche offen, die keinen konfessionellen Hintergrund haben.

J. Hercher


Exkursion zur Reformationsausstallung "Du bist frei" am 27.10.2017

"Du bist frei" unter diesem Motto entdeckte der Religionskurs des 7. Jahrgangs  unseres Gymnasiums, worum es bei der Reformation inhaltlich geht. 

Dazu machten wir am 27.10., also kurz vor dem 500. Reformationsfest am 31. Oktober, einen Ausflug in die Franckeschen Stiftungen. Dort wurden wir von zwei Museumspädagogen erwartet, mit denen wir uns auf die Entdeckungsreise machten.
Als erstes wurde das Gelände der Stiftungen erkundet, mit iPads und dem Auftrag an jede Gruppe,  Fotos zum Thema "frei" und  "unfrei" zu machen. Aus unserer großen Gruppe (23 Schülerinnen und Schüler) wurden dafür drei kleinere, die sich an die kreative Umsetzung machten. Die Ergebnisse wurden dann im Plenum gegenseitig vorgestellt. 

Danach ging es, aufgeteilt in zwei Gruppen, in die interaktive Ausstellung. 

Hier wurde das zeitlose Gefühl der Angst in einem dunklen, engen Raum nachvollziehbar und als "Höllenangst" auf einem riesigen Bild anschaulich. Aber auch des Aspekt der Gemeinschaft kam nicht zu kurz, denn die Rätsel im nächsten Raum konnten nur gelöst werden, indem alle zusammen arbeiteten - sonst hätten wir nicht mal Licht gehabt, für das jemand kräftig in die Pedale treten musste.

Mit den Plakaten moderner Helden und Vorbilder ging es weiter zu der Frage, welche Werte jedem einzelnen eigentlich wichtig sind.
Neue Medien wie heute Twitter und online Nachrichtendienste gab es in einem anderen Raum, zusammen mit den neuen Medien der Reformationszeit: buntgedruckte Flugblätter mit Karikaturen, mit denen damals die Meinungen der Menschen beeinflusst wurden.

Ein wichtiges Medium neben den gedruckten Schriften waren die Lieder der Reformation. Ein großer Thresen mit ganz unterschiedlichen Tasten gab uns die Möglichkeit, zusammen ein Klangereignis mit Teilen aus Lutherliedern, gesprochenen Worten Beatbox-Geräuschen und Instrumenten zu komponieren. Den Abschluss bildete ein Raum zum chillen - frei werden durch Loslassen. Zur Ruhe kommen nach den vielen Eindrücken.

Für viele war die Ausstellung ganz anders als erwartet und alle fanden sie - vielleicht gerade deshalb - gut. All das wäre nicht möglicht gewesen ohne die engagierten Eltern, durch die die Aufteilung in kleine Gruppen problemlos möglich war. Herzlich danken wir  Frau Bonke, Frau Gerull und Herrn Obst, die die Gruppe als Eltern mitbegleitet haben .

Dr. A. Schneider

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